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2021 wird der Sozialphilosoph Axel Honneth den Benjamin Chair innehaben.

 

Die Benjamin Lectures – und der dazugehörige Benjamin Chair – sind nach dem in Berlin geborenen Philosophen Walter Benjamin benannt und seinem Anspruch verpflichtet, katastrophalen historischen Tendenzen intellektuell Stand zu halten und politisch entgegen zu arbeiten. Es wird dazu jährlich ein/e profilierte Wissenschaftler_in nach Berlin eingeladen, um der breiteren Öffentlichkeit aktuelle Auseinandersetzungen mit sozialen und politischen Kernfragen zu präsentierten.

 

 

 

Axel Honneth wird am 16., 17. und 18. Juni 2021 die Benjamin Lectures halten.

 

Mehr Informationen folgen!

 

Democracy and its Crises (2019)

2019 gab der renommierte kanadische Philosoph Charles Taylor den Auftakt des sich jährlich wiederholenden Formats. An drei aufeinander folgenden Abenden hielt Taylor Vorträge zu „Democracy and its Crises“ und beleuchtete dabei immanente Verfallsphänomene gegenwärtiger Demokratien wie politische Entfremdung, wachsende Ungleichheit, Ausgrenzung, aber auch mögliche Wege aus der Krise. Hier können Sie Videoaufnahmen der drei Vorlesungen ansehen: „Losing Faith in Democracy“ (Kommentar: Maeve Cooke, University College Dublin, Ireland), „Marketization and Polarization“ (Kommentar: Patrizia Nanz, Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung, Potsdam), und „What can be done?“ (Kommentar: Zhang Shuangli, Fudan University, China).

tba

Presseanfragen werden vom Center for Humanities and Social Change koordiniert. Wenden Sie sich dazu gern an Susann Schmeißer.

Benjamin Chair 2019. Charles Taylor

Im Juni 2019 fanden am Humanities and Social Change Center Berlin an der Humboldt-Universität zu Berlin erstmals die Walter-Benjamin-Lectures statt. Der renommierte kanadische Philosoph Charles Taylor gab den Auftakt dieses sich jährlich wiederholenden Formats. An drei aufeinander folgenden Abenden hielt Taylor Vorträge zu „Democracy and its Crises“ und beleuchtete dabei immanente Verfallsphänomene gegenwärtiger Demokratien wie politische Entfremdung, wachsende Ungleichheit, Xenophobie und Ausgrenzung, aber auch mögliche Wege aus der Krise.

Charles Taylor zählt zu den bedeutendsten Denkern der Gegenwart. Allein sein Frühwerk zur lebensweltlichen Einbettung von Erkenntnis steht in den Sozialwissenschaften nachgerade für einen Paradigmenwechsel. Ausgehend von seiner einflussreichen Neu-Lektüre Hegels wandte sich Taylor anschließend einem atemberaubenden Forschungsprogramm zu: Die Widersprüche der Moderne aus deren innerer Entwicklung, aus deren Verengungen und Vereinseitigungen heraus verständlich und überschreitbar zu machen. Dieses Projekt entfaltete er in zwei monumentalen Werken, die sich der Geschichte des Selbst und der Säkularisierung widmen. In jüngerer Zeit brachte Taylor das Motiv ausgeblendeter geteilter Grundlagen – sei es an Werten, an Vorstellungswelten oder sozialen Beziehungen – mit Fortschritten und Fehlentwicklungen demokratischer Gesellschaften zusammen. In den Benjamin-Lectures mündete diese Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Krisen und Erschütterungen der Demokratie in hochaktuelle und philosophisch fundierte Situationsdeutungen.

Sie können Videoaufnahmen der Benjamin-Lectures mit Charles Taylor ansehen.

 

Benjamin Lectures