Vortrag und Diskussion mit Étienne Balibar: Zeitgleich in Paris, Berlin und Frankfurt/Main.
In Kooperation mit dem Institut für Europäische Ethnologie (IfEE) an der Humboldt-Universität zu Berlin, dem Institut für Sozialforschung Frankfurt am Main (IfS) und dem Berliner Institut für empirische Integration- und Migrationsforschung (BIM)
Bitte darauf achten: Teilnahme nur vor Ort in Berlin und Frankfurt/Main möglich (ein Link wird nicht verschickt):
Institut für Europäische Ethnologie, Anton-Wilhelm-Amo-Str. 40/41, 10117 Berlin, Raum 408
Institut für Sozialforschung, Sitzungssaal Senckenberganlage 26, 60325 Frankfurt/Main
Topic
Wir sind es gewohnt, Menschen nach Geschlecht, Rasse, Alter oder Intelligenz zu unterscheiden. Doch ebenso wie die Abgrenzungen des Menschen von der Natur, den Tieren, dem Göttlichen oder den Maschinen sind diese Differenzierungen höchst ungewiss. In seinem neuen Buch »Rasse, Geschlecht, Gattung. Zur Frage der anthropologischen Differenz« kennzeichnet Étienne Balibar diese Ungewissheit mit dem Begriff der anthropologischen Differenzen und zeigt, dass sich diese nie eindeutig bestimmen lassen, sondern immer wieder institutionell festgeschrieben werden müssen. Sind sie daher von Gewalt, Herrschaft und Kämpfen geprägt? Und wie werden sie im Rassismus, aber auch in emanzipatorischen Politiken wirksam? Können wir uns von ihnen oder durch sie befreien? Indem er das Unbehagen der menschlichen Gattung freilegt, entwirft Balibar eine neue Philosophie und Anthropologie.