Internationale Konferenz mit der Teilnahme von Debaditya Bhattacharya, Manuela Bojadžijev, Jay Bernstein, Mario Candeias, Robin Celikates, Dipesh Chakrabarty, Maeve Cooke, Rodrigo Cordero, Alex Demirović, Veronica Gago, Rahel Jaeggi, Jan-Philipp Kruse, Stephan Lessenich, Isette Schuhmacher, Philipp Staab, Joseph Tainter, Adam Tooze, Isabella Weber, Markus Wissen und Joseph Vogl
Topic
Seit der Finanzkrise von 2007/2008 reißt die Kette der global wahrgenommenen Krisen nicht ab. Entsprechend ist allerorten und in den verschiedensten Registern von Krisen, Mehrfachkrisen und drohenden Katastrophen die Rede. Auch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Krise als Begriff und Phänomen hat neuen Aufwind erfahren. Trotz dieses Revivals ist der Krisenbegriff bis heute analytisch unscharf. Deshalb diskutieren wir bei der Tagung nicht nur den Stand der ökologischen und ökonomischen Krisentheorien, sondern untersuchen auch ganz grundsätzlich das analytisch-kritische Erklärungspotential des Krisenkonzepts für aktuelle gesellschaftliche Transformationen: Welche konzeptionelle Rolle spielen Krisen für das Verständnis von gesellschaftlichen Veränderungsprozessen? Wie veralten sich Krisen zur Blockade von Veränderungen und Problemlösungen? Wie greifen Krisen ineinander und verdichten sich zu Gesellschaftskrisen? In welchem Verhältnis stehen Krisen und soziale Kämpfe?