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Protests around the conference „The ends of Democracy“

November 20, 2017

Around the conference „The ends of Democracy“ in Sao Paolo on 7th-9th November Judith Butler faced ugly protests and attacks against her. Here you can find Butler’s comments on these protests.

 

Filmstart: „Der lange Sommer der Theorie“

November 3, 2017

Am 23.11.2017 feiert der Film „Der lange Sommer der Theorie“ seine Kinostart-Premiere in den Hackeschen Höfen. Hier findet sich ein Interview, das Rahel Jaeggi zu diesem Film gegeben hat.  

Neuerscheinung: „Kinship in Solitude“

Oktober 29, 2017

In dem neu erschienen Textband „Kinship in Solitude“ wird die Frage nach dem Begriff der Solidarität in der Kunst und ihren Überschneidungen mit Ökonomie, Wissenschaft und Politik untersucht. Dieser Textband enthält Beiträge von Jochen Becker, Paul Buckermann, Nanna Heidenreich, Peter Hermans, Rahel Jaeggi, Anna Jehle, Alexander Koch, Ana Teixeira Pinto, Arkadiusz Półtorak und Marcus Steinweg. Mehr Informationen zu diesem Band finden Sie hier.

Neuerscheinung: „Sozialphilosophie. Eine Einführung“

Oktober 19, 2017

In der Reihe C.H.Beck Wissen ist von Robin Celikates und Rahel Jaeggi eine Einführung in die Sozialphilosophie erschienen.

Book review: Rahel Jaeggi “Forme di vita e capitalismo”

Oktober 2, 2017

Find a review on Rahel Jaeggi’s “Forme di vita e capitalismo” here.

Solidarität: Anonyme Liebe organisieren

Mai 19, 2017

Eva von Redecker und Margarete Stokowski haben auf der diesjährigen re:publica einen Vortrag zum Thema Solidarität gehalten. Hier findet sich ein Video des Vortrags.

Linke und anständige Leute starren gebannt und schockiert auf neue rechte Tendenzen. Deren Vergemeinschaftung funktioniert durch Ausgrenzung, durch Nationalismus, durch Beschwören vergangener Größe, durch Autoritarismus und Verachtung anderer. Oft gelingt es ihnen, verschiedene Gruppen ideologisch gegeneinander auszuspielen und emanzipatorische Kräfte mit Selbst-Zermürbung zu beschäftigen.

Wie können wir das nicht nur kritisieren, sondern dem eine kompromisslose Alternative entgegensetzen? Wäre es nicht am einfachsten, wenn es einen Algorithmus zur linken Vergemeinschaftung gäbe? Als Feministinnen und Kritische Theoretikerinnen sagen wir: gibt es längst! Die Sache heißt Solidarität.

Ob als „unentfremdete Arbeit“, wie der junge Marx sie sich vorstellte, als „gegenseitige Hilfe“ im Anarchismus oder als „feminine Ökonomie“ im radikalen Feminismus – immer geht es um eine Kooperation, bei der direkt für die Bedürfnisse der anderen gehandelt wird. Das klappt umso besser, wenn alle unterschiedlich sind und es gibt sogar eine utopische Verheißung: Auf diese Weise unsere Kräfte zu nutzen, könnte so viel Spaß machen, dass zwischen Geben und Nehmen gar kein Unterschied mehr besteht. Deshalb machen wir es in manchen Bereichen auch längst: unter Freunden, in manchen Familien, in Open-Source-Projekten.

Mehr Liebe klingt gut, aber auch anstrengend. Solidarität dagegen ist anonyme Liebe. Sie kann in Bezugsgruppen und Räteversammlungen, in Gesprächkreisen und auf Demonstrationen, im Büro und auf dem Acker geübt werden. Wenn man sie richtig organisiert, vermindert sie Reibung und vergrößert die Freiheit.